Die Gehorsam-App

Wenn man in einer BDSM-Beziehung lebt, kann es vorkommen, dass einem von Zeit zu Zeit die Übersicht fehlt. Welche Aufgabe habe ich ihm nochmal gestellt? Wurde die schon erfüllt? War das jetzt einmal die Woche, oder doch täglich? Wie hatte er die Aufgabe für mich nochmal genau definiert? Erwartet mich eigentlich noch eine Strafe, will ich nachfragen? Ach nee, dann kassiere ich bestimmt eine, weil ich nicht aufgepasst hab‘. Rausnehmen kann ich mich da nicht. Ich habe ein Gedächtnis wie ein Sieb… Nun ja, es verhält sich eher wie bei einem großen Ring, durch den ich munter Sachen werfe, die ich mir vielleicht besser hätte merken sollen. Ich kann von Glück sagen, dass ich nur eine Sub habe, um die ich mich kümmern muss. Es sei denn, ich habe die anderen vergessen. °-°

Für Menschen wie mich gibt es schon seit längerem Hilfe in Form von verschiedenen Apps und um eine davon soll es im folgenden Beitrag gehen: Die Gehorsam-App. Ich verwende sie seit einigen Monaten regelmäßig und möchte euch nun von meinen Erfahrungen berichten.

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Dinner is served – Ein gemeinsamer Spielbericht

Co-Autorin: Churly
Ich zünde einige Kerzen an und drehe die Heizung ein Stück weiter auf. Du sitzt auf dem Sofa, als ich mit meinen Vorbereitungen beginne. Als ich den Tisch in die Mitte des Raumes stelle, wirst du unruhiger. Ich lege eine Decke über die Tischplatte, damit du nicht all zu hart liegst, und schließe den Aufbau meiner “Arbeitsoberfläche” mit dem großen Latextuch ab. Ich habe mich dazu entschlossen, dich bei unserer ersten richtigen Session voll mit einzubeziehen. Du sollst von Anfang an sehen, wie ich mich Schritt für Schritt auf diese gemeinsame Erfahrung einstimme. 

Als nächsten folgen die Werkzeuge. Es gibt dieses Mal keinen richtigen Ablaufplan, nur Dinge, die ich sehen will. Ein elementarer Bestandteil werden Seile sein. Ich lege also ca. 30 Meter Hanfseil bereit, außerdem noch die Reitgerte, den Rohrstock, das Wartenbergrad, die Klemmen, Kerzen, den Flogger und zwei Nippelsauger. Während ich das Spielzeug für die nächsten Stunden auf den Tisch lege, beobachte ich deine Reaktion und bemerke mit einer gewissen Freude, wie du immer nervöser auf deinem Hintern hin und her rutscht. 

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Das Spiel mit der Scham

Es kann eine gefährliche Gratwanderung sein, vor allem wenn man seinen Partner noch nicht ausreichend kennt, aber es bietet auch viele Möglichkeiten das Spiel auf eine intimere Ebene zu heben. Es geht um ein Thema, das wahrscheinlich jede Art zu Spielen mit einander verbinden kann und vielleicht sogar zu den ältesten Aspekten der Sexualität. Es geht um: Scham.

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Irgendwie doch ein Spielbericht

Wir sitzen gemeinsam in deiner Küche. Die beiden Kerzen sind schon etwas herunter gebrannt, zeugen davon, dass wir hier schon eine Weile sitzen und tauchen den Raum in ein flackerndes, warmes Licht. Auf dem Tisch stehen zwei kleine Gläser mit Wein, daneben dein Laptop, auf dem ein Pen&Paper läuft, das wir bereits seit einigen Stunden verfolgen. Dass wir heute Spielen war nicht geplant, aber du hattest mir angeboten, mich nach dem Essen einfach trotzdem mal zu fesseln.

Als du jetzt aufstehst und den Raum verlässt, denke ich mir nicht viel dabei, aber wenige Sekunden später stehst du mit ein paar ordentlich zusammengelegten Seilen wieder neben mir. Mein Herzschlag beschleunigt sich ein wenig und ich blicke erst die Seile und dann dich an, während du dich in aller Ruhe wieder auf deinen Stuhl setzt. Es vergehen einige Sekunden, bevor du vom Bildschirm wieder zu mir schaust und dein Wort an mich richtest.

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Eine echte Session

Das wird jetzt vielleicht etwas anders, als ihr euch das ausmalt, also zieht die Hose wieder hoch. Hier kommt nun ein Spielbericht, ohne Filter. Keine Fantasien, keine frivolen Worte. Ich möchte euch heute mal einen Blick hinter die Kulissen gewähren und euch zeigen, wie ich so eine Session vorbereite und durchführe. Natürlich gehe ich dann auch abschließend auf Aftercare ein.

Ich hoffe ihr könnte mit diesem Bericht etwas anfangen und eventuell wird es euch bei der Planung eurer nächsten Session helfen. Fangen wir also an.

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Mein erstes Schlagwerkzeug: Der Flogger

Ich habe euch schon mitgenommen auf die Reise zu „meinem“ ersten Halsband und auch bei meinem ersten fesselfertigen Seil wart ihr mit dabei. Da macht es doch eigentlich nur Sinn, wenn ich euch nicht vorenthalte, wie ich meinen ersten Flogger gebaut habe.

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Die drei Säulen unserer Beziehung – Teil 3: Vertrauen

So, es war ein langer Weg, aber hier ist er nun, der letzte Teil meines Blogbeitrags zum Thema: „Die drei Säulen unserer Beziehung“. In diesem letzten Teil möchte ich das mit Abstand wichtigste Element unserer Beziehung erörtern: Vertrauen.

Ein Wort, ohne das fast gar nichts geht, denn auch wenn man dem Gegenüber immer ein gewisses Maß an grundsätzlichem Respekt entgegenbringt oder auch kein Problem darin sieht, seine Wünsche und Träume offen zu kommunizieren; wenn das Vertrauen fehlt, kommt kein richtiges Spiel zustande.

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Die drei Säulen unserer Beziehung – Teil 2: Kommunikation

Willkommen im zweiten Teil meines dreiteiligen Blogbeitrags und somit zum Thema: Kommunikation. Im letzten Beitrag habe ich versucht, meine Definition von Respekt auf zwei Beispiele zu übertragen, in der Kommunikation werde ich mich auf die drei üblichsten Wege beschränken: körperlich, sprachlich und schriftlich.

In meinem Beitrag Wie gehe ich mit Fehlern um?, bin ich schon sehr stark auf den Aspekt der Kommunikation eingegangen, aber eben nur im Bezug darauf, was passiert, wenn’s eben nicht so läuft wie geplant. Jetzt möchte ich mich mal allgemeiner um das Thema kümmern.

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Die drei Säulen unserer Beziehung – Teil 1: Respekt

Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich dieses Thema in eine lesbare Form bringe und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich das nicht hinbekomme, ohne ein halbes Buch zu verfassen. Ich werde diesen Blogbeitrag also in drei Teile aufteilen, um eure Geduld nicht ganz so stark zu strapazieren.

Im ersten Teil soll es um das Thema Respekt gehen und wie ich glaube, dass dieser Aspekt unserer Beziehung uns auch im Alltag hilft.

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Liebe in Zeiten der Corona

Vieles, was man sonst nur mit seinen Freunden teilen würde, wird heutzutage ja im Internet ausgiebig dargestellt – sei es nun auf Twitter, auf Instagram, oder auf Blogs wie diesem hier. Man lässt Andere an seinem Leben und seinen Erfahrungen teilhaben und labt sich an den Reaktionen, die von Bewunderung bis Mitleid das gesamte Spektrum abdecken können.

Normalerweise geht es auf dieser Seite um BDSM und die Erfahrungen, die wir in unserer Beziehung gemacht haben. Auch heute soll es um diese Beziehung gehen, aber ich dieser Beitrag wird eher eine persönliche Natur haben. Wenn es euch also nur um Peitschen und Andreaskreuze geht, dann lest lieber nicht weiter.

Die letzten Monate waren nicht einfach. Weder für mich, noch für unsere Beziehung.

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