Irgendwie doch ein Spielbericht

Wir sitzen gemeinsam in deiner Küche. Die beiden Kerzen sind schon etwas herunter gebrannt, zeugen davon, dass wir hier schon eine Weile sitzen und tauchen den Raum in ein flackerndes, warmes Licht. Auf dem Tisch stehen zwei kleine Gläser mit Wein, daneben dein Laptop, auf dem ein Pen&Paper läuft, das wir bereits seit einigen Stunden verfolgen. Dass wir heute Spielen war nicht geplant, aber du hattest mir angeboten, mich nach dem Essen einfach trotzdem mal zu fesseln.

Als du jetzt aufstehst und den Raum verlässt, denke ich mir nicht viel dabei, aber wenige Sekunden später stehst du mit ein paar ordentlich zusammengelegten Seilen wieder neben mir. Mein Herzschlag beschleunigt sich ein wenig und ich blicke erst die Seile und dann dich an, während du dich in aller Ruhe wieder auf deinen Stuhl setzt. Es vergehen einige Sekunden, bevor du vom Bildschirm wieder zu mir schaust und dein Wort an mich richtest.

„Hol‘ doch mal dein Halsband für mich“, sagst du mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen, deine Hand greift dabei nicht zum ersten Mal heute unter mein weit offenstehendes Hemd an meine Brust, kneift ganz vorsichtig in meinen Nippel. Ich blicke dich mit einer Mischung aus Neugier und Nervosität an, stehe dann aber mit einem gemurmelten „Okay“ langsam auf, sobald deine Hand sich wieder von mir gelöst hat.
„Und was hast du eigentlich sonst noch so mitgebracht?“, fragst du jetzt neugierig.
„Ich kann ja einfach mal alles her holen…?“ Du nickst und ich mache mich auf den Weg. Meine Gedanken rasen. Ich weiß zwar, dass du mich nur ein bisschen fesseln und dann weiter das Pen&Paper mit mir schauen willst, aber trotzdem macht mich der Gedanke daran ganz aufgeregt. Immerhin wird das unser erstes Mal gemeinsam werden. Aus meiner Tasche neben deinem Bett nehme ich meine ausgesuchten Gegenstände mit. Mit leicht schüchternem, gesenkten Blick betrete ich wieder die Küche und reiche dir als aller erstes mein schlichtes schwarzes Halsband, in das vorne ein dezenter D-Ring eingelassen ist. Du kennst es bereits von einem Foto, doch betrachtest es trotzdem kurz noch einmal, nickst fast unmerklich. Ich setze mich wieder und lege nacheinander die restlichen Gegenstände auf den Tisch: zwei schlichte hölzerne Wäscheklammern, eine kleine Rapsölkerze und schließlich ein Gag aus Silikon. Letzteren nimmst du interessiert in die Hand, um ihn näher zu betrachten.
„Der sieht ja richtig schön aus.“ Ich stimme dir zu und du legst ihn schließlich zu den anderen Dingen auf den Tisch.

Dass du mich gleich nicht nur fesseln wirst, hätte ich mir wohl rückblickend spätestens hier schon denken können…

„Dann steh‘ doch mal auf“, forderst du mich auf und ich erhebe mich von meinem Stuhl. Im nächsten Moment trittst du hinter mich und legst mir mit ruhigen Händen das Halsband an. „So?“, erkundigst du dich und ich bejahe. Meine Hände wandern zu den wenigen noch geschlossenen Knöpfen meines Hemdes, um es dann über meine Schultern fallen zu lassen und auf der Stuhllehne abzulegen. Du greifst von hinten um mich, deine Hände fahren mit leichtem Druck über meine entblößten Brüste, kneten sie kurz, bevor du einen Schritt zurücktrittst und ich schließlich hören kann, wie das Ende des Seils in deiner Hand auf den Boden fällt. Ich atme ein. Einen kurzen Moment lang ist es still, dann fasst du unter meinen Armen durch, die ich bereitwillig für dich anhebe, und legst eine erste Schlaufe unter meinen Brüsten entlang. Ich atme aus. Du ziehst das Seil fest und ich muss lächeln. Jede deiner Bewegungen, jede noch so kleine Berührung, und jede weitere Umarmung des Seils nehme ich jetzt wahr. Ich zittere – ob vor Nervosität oder weil das Fenster offen steht, kann ich nicht sagen.

Die nächsten Minuten verschwimmen etwas vor meinen Augen und nur wenig später ziehst du mich mit einem leichten Zug am Seil in deine Arme. Ich schaue an mir herunter, meinen Oberkörper ziert jetzt ein schlichter Pentagram Harness, dessen Grenzen ich neugierig mit mehreren Atemzügen teste. Du kratzt jetzt über meinen Bauch, bis deine Hände wieder den Weg zu meinen Brüsten finden. Während du meine Nippel zwischen deinen Fingern zwirbelst, sinke ich leise seufzend gegen dich, schmelze etwas in deine Arme hinein, meine Augen geschlossen.
Auf einmal durchzieht meine rechte Brust ein dumpfer Schmerz, du hast das Ende des Seils aufgenommen und mir damit einen Schlag auf die Brustwarze verpasst. Ich atme scharf ein und drücke mich gegen dich, du hältst mich jetzt fest in deinen Armen, während du zum nächsten kleinen Schlag ausholst. Eine lange Minute lang lässt du die Seilenden immer wieder auf meine empfindlichen Nippel nieder fahren, lässt mich ab und zu leicht zusammenzucken und auf meinen Zehenspitzen tänzeln. Kurz kehrt Ruhe ein, in der du mit deinen Fingern sachte über meine nun erwärmten Brüste streichelst und ich mich wieder in deine Arme entspanne.
Plötzlich jedoch nehme ich eine schnelle Bewegung wahr, und ehe ich es mich versehe, hast du das Seil eng um meinen Hals geschlungen, fixierst es mit einer Hand und ziehst mich damit zu dir herum und hoch. Du küsst mich verlangend und mein Herz hämmert in meiner Brust. Die wenigen Sekunden ziehen sich. Dann lockerst du deinen Griff, grinst mich an. Ich atme mit einem leichten Lachen aus, fasse noch etwas perplex an meinen Hals.

„D..damit hab ich nicht gerechnet…“, gestehe ich etwas durch den Wind. „Ich weiß“, entgegnest du, wobei dein Grinsen einen Ticken weiter wird.
„Dann leg mal deine Hände hinter den Rücken“, trägst du mir auf und ich gehorche. Mit wenigen Handgriffen hast du meine Handgelenke aneinander gefesselt und führst das Seil schließlich einfach über meiner Hose zwischen meinen Beinen hindurch. Du ziehst es vorne durch die Lage an Seilen unter meinen Brüsten, baust etwas Spannung auf und führst es dann den gleichen Weg zurück, um das Ende dort sorgsam zu verknoten.
Du trittst einen Schritt von mir weg und betrachtest mich, siehst dabei auch das Grinsen auf meinen Lippen. Etwas schüchtern erwidere ich deinen Blick für einen kurzen Moment, bevor ich an mir selbst hinab blicke. Du trittst jetzt seitlich neben mich, rückst hier und da noch mal das Seil zurecht, bevor du einen Arm um mich legst und mich an dich ziehst. Deine freie Hand beginnt erneut, meine Nippel zwischen ihren Fingern zu zwirbeln – dieses Mal noch etwas fester, was ich mit lauten Atemzügen quittiere.
Mit etwas Nervosität beobachte ich dich schließlich dabei, wie du nach einer der beiden Wäscheklammern auf dem Tisch greifst. Mit aller Ruhe der Welt setzt du sie an meinen linken Nippel und betrachtest mich dabei, wie ich mich vor Schmerz in deinen Armen versteife. Auch die andere Seite schmückst du jetzt mit der verbleibenden Klammer und scheinst zu genießen, wie ich mich mit dumpfem Stöhnen in deinen Armen winde. Ganz klar und hell zieht der Schmerz durch meine Brustwarzen, fegt jegliche Gedanken aus meinem Kopf. Sachte ziehst du meinen Kopf am Kinn zu dir hoch, um mich zu küssen. Immer wieder berührst du dabei meine Brüste, kommst wie beiläufig an die Wäscheklammern, was meinen Atem nur noch weiter beschleunigt und mich hin und wieder zusammenzucken lässt.
Zu allem Übel verrutscht dabei eine der Wäscheklammern und konzentriert sich jetzt nur noch auf die Spitze meiner Brustwarze. Ich muss gegen den Schmerz an atmen und bete in meinem Kopf, dass du mich endlich erlösen wirst. Du scheinst mein wachsendes Unbehagen wahrzunehmen, lässt dir aber trotzdem erneut Zeit dabei, die Klammern nacheinander wieder zu entfernen. Das Blut strömt zurück in meine Nippel und ich zerre unter leisem Wimmern in deinen Armen an meiner Fesselung, während ich dein zufriedenes Grinsen regelrecht hören kann. Sachte massierst du meine Brüste, was schmerzt und sich gleichzeitig gut anfühlt. Ein wenig verharren wir so, aneinander gelehnt, während sich mein Atem langsam beruhigt. Im Hintergrund läuft das Video weiter, dem ich schon so lange keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt habe, dass ich den Faden vollkommen verloren habe.

Du fragst mich schließlich, ob du die Fesselung lösen sollst, aber ich schüttele stumm den Kopf, will diese behagliche und irgendwie erregende Enge noch nicht wieder weggeben. Stattdessen bitte ich dich, mir mein Hemd über die Schultern zu legen, damit ich nicht friere, und setze mich dann zurück auf den Stuhl, wobei das Seil in meinem Schritt noch ein bisschen mehr Spannung aufbaut. Verlegen lächele ich dich von dort an und kann sehen, wie du mich von deinem Stuhl aus ebenfalls lächelnd betrachtest. Langsam schleicht sich die Beiläufigkeit wieder in unseren Raum, wir schauen gemeinsam das Pen&Paper weiter, lachen gemeinsam und du reichst mir einen Schluck Wasser an die Lippen.
Doch kurze Zeit später greifst du nach meiner Rapsölkerze und meine Aufmerksamkeit springt innerhalb weniger Sekunden erneut komplett vom Bildschirm weg hin zu deinen Händen, die jetzt den Docht der Kerze an einer der anderen, bereits brennenden Kerzen auf dem Tisch entfachen. Mein Atem beschleunigt sich, während du seelenruhig die Kerze einen Augenblick lang dabei betrachtest, wie sie brennt, und dich schließlich zu mir herüber beugst. Du ziehst mein Hemd zur Seite, legst die freie Hand unter meine Brust und hältst die Kerze zum Gießen bereit so nah über meine Haut, dass ich mit mir
hadere, ob ich dich bitten soll, die Entfernung zu vergrößern. Angst durchflutet mich und ich gebe ihr nach. Du nimmst meine Bedenken wahr, aber deine Hand vergrößert den Abstand nur um so wenige Zentimeter, dass ich dich innerlich verfluche. Dieses Mal beiße ich die Zähne zusammen und versuche mich für den Schmerz zu wappnen. Dass es eigentlich recht kühl im Raum ist, nehme ich schon längst nicht mehr wahr, so warm ist mir.
Du nimmst jetzt kurz noch einmal Blickkontakt mit mir auf, dann kippst du die Kerze und ein Schwall Wachs ergießt sich über meine Brust, läuft an ihr entlang, bis es schließlich erstarrt. Ein Schauer läuft mir den Rücken hinab, während das Wachs von überraschend und schmerzhaft heiß zu warm übergeht und ich mich zusammenreiße, nicht zu sehr von dir wegzuzucken, damit das Wachs nicht doch noch auf deine von deiner Hand verdeckten Seile tropft. Du lässt mir nicht viel Zeit zum Aufatmen, bevor du die Kerze erneut über meinem Nippel in Schieflage bringst. Ich beginne, mich etwas unruhig in deiner Fesselung zu winden und du wartest geduldig, bis ich wieder stillhalte. Dann verzierst du auch meine andere Brust mit dem Wachs, wobei du den Abstand zu meiner Haut längst wieder verringert hast, ohne dass ich in dem Rausch auch nur annähernd etwas davon hätte mitbekommen können.
Als du die Kerze schließlich auspustest und dich zurücklehnst, lässt du mich schwer atmend aber mit einem seeligen Lächeln auf den Lippen zurück. „Darf ich ein paar Fotos von dir machen?“, fragst du mit einem Blick in meine Augen. Ich nicke ergeben, und du greifst zu meinem Smartphone. Du drapierst mein Hemd noch ein wenig und verbringst die nächste Minute damit, aus unterschiedlichen Winkeln Fotos von mir zu machen, wobei ich mich irgendwie ausgeliefert und gleichzeitig bewundert fühle.

Schließlich sperrst du mein Handy wieder, legst es zurück auf seinen Platz und setzt dich. Dieses Mal reichst du mir mit einem süffisanten Grinsen einen Schluck Wein, den ich ebenso artig von dir annehme, wie zuvor das Wasser. Dann drehst du dir in aller Ruhe eine Zigarette, während ich versuche, wieder ein bisschen in der Realität anzukommen, was mir allerdings nur schwer gelingen will. In mir hat sich ein Gefühl von Leichtigkeit und Glückseligkeit breit gemacht, das ich noch nicht so ganz erfassen kann.
Doch bevor ich zu sehr in meine Gefühlswelt versinken kann, werde ich von deinen Bewegungen abgelenkt. Du trittst ans Fenster heran, wo du dir deine Zigarette anzündest und den Rauch in die dunkle und kühle Nachtluft hinaus pustest. Immer wieder drehst du dich dabei zu mir um, betrachtest mich, wie ich dort sitze – gefesselt, mit Wachs übergossen und einem dicken Grinsen im Gesicht.

Du drehst dich für einen neuen Zug wieder von mir weg und ich will mich gerade wieder dem Video widmen, als ich eine größere Bewegung im Augenwinkel wahrnehme. Du öffnest das Fenster komplett, sodass sich mir der Blick auf den Nachthimmel, aber vor allem auf die gegenüberliegende Häuserfront eröffnet. In einigen Fenstern brennt dort noch Licht. Nervös blicke ich zu dir.
„Was wäre, wenn da jetzt jemand stehen würde…?“, fragst du mich und wirfst einen Blick auf die hell erleuchteten Zimmer gegenüber.
„Der würde dich ja hier so sehen können…“, beantwortest du selbst deine rhetorische Frage für mich.

Mein Herz hämmert in meiner Brust und ich weiß nicht, ob ich panisch oder erregt sein sollte. Die nächsten Sekunden ziehen sich zu einer Ewigkeit, in der ich immer wieder zwischen dir und den hellen Fenstern hin und her schaue. Schließlich ziehst du das Fenster mit einem Grinsen wieder zu dir heran und drehst dich nach einem kurzen vergewissernden Blick zu mir weg, um deine
Zigarette zu Ende zu rauchen. Meine Gedanken rasen mit einer Mischung aus Scham und Erregung, aber mein Puls beruhigt sich langsam wieder und das Dauerlächeln findet seinen Weg zurück auf meine Lippen.

Du bist fertig mit Rauchen und lehnst das Fenster wieder an, bevor du in deine lockere Hose greifst. „Ahh, du hast mich ein bisschen feucht gemacht, hilf mir doch mal kurz, ja?“ sagst du wie selbstverständlich, während du zu mir kommst und deine Hose etwas nach unten ziehst, um deinen halb erigierten Penis hervorzuholen. Ich öffne ohne nachzudenken meinen Mund und strecke meine Zunger heraus, lecke damit sorgfältig das Präejakulat von deiner Eichel. Ich schaue nach oben zu dir, blicke in deine Augen, während sich meine Lippen um deinen Penis schließen. Du atmest scharf ein und lässt mich noch ein paar Sekunden lang die samtweiche Haut deines anschwellenden Penis verwöhnen. Als du ihn schließlich aus meinem Mund herausziehst und sorgfältig wieder verpackst, bin ich fast ein bisschen enttäuscht. Doch ich lasse mir nichts anmerken und nehme dein lächelndes „Danke“ gerne entgegen.
Die nächsten Momente verbringen wir gemeinsam damit, wieder einen Einstiegspunkt in das Rollenspiel für mich zu suchen und es weiter zu schauen – ich immer noch gefesselt und meine Beine auf deinem Schoß, wobei du immer wieder sanft meine Füße und Beine streichelst und wir fast noch öfter schelmische Blicke austauschen. Eine ganze Weile verbringen wir so gemeinsam, du wärmst meine Füße, reichst mir hin und wieder mein Getränk an die Lippen und wir lachengemeinsam über das Pen&Paper.

Irgendwann bitte ich dich, mich aus deinen Seilen zu befreien, was du fast mit ebenso großer Hingabe wie beim Fesseln zuvor erledigst. Du schälst mich sachte aber bestimmt aus der festen Umarmung, ziehst dabei bei jeder Möglichkeit, die sich dir bietet, das leicht raue Seil mit Druck über meine Haut, wodurch ich mich seufzend zwischen dir und deinem Seil gefangen finde. Als
schließlich das letzte Seil neben mir zu Boden fällt, hältst du mich für ein paar Momente fest in deinen Armen.
Wir lösen uns voneinander und ich drehe mich zu dir um, erhasche einen Blick in deine Augen. „Knie‘ dich hin“, verlangst du. Alleine deine Tonlage lässt mich innerlich erschaudern. Ich sinke ohne nachzudenken vor dir auf die Knie, nervös jedoch, weil ich nicht weiß, was jetzt kommt.

Ich schaue erwartungsvoll zu dir hoch, meine Hand legt sich dabei wie von alleine um deine Wade, hält sich an dir fest.
„Was sagt man?“ fragst du mich mit hochgezogenen Augenbrauen.
„…Danke“, sage ich mit leicht brüchiger Stimme, versuche den Augenkontakt zu halten.
„…, mein Herr“, ergänzt du fast vorwurfsvoll.
„Danke, mein Herr“, wiederhole ich deine Worte hastig.
„Gutes Mädchen“, belohnst du mich und lächelst zufrieden, streichst dabei mit einer Hand sanft über meinen Kopf. „Du darfst wieder aufstehen.“
Als ich deinen Worten folge, grinse ich breit – mein Kopf voller Leichtigkeit und Glück und Erregung – während du mich zurück zu meinem Stuhl geleitest.


Erneut folgt eine Phase, in der wir gemeinsam das Abendteuer weiterschauen, ich fasziniert über die Spuren fahre, die deine Seile auf mir hinterlassen haben, und meine Brustwarzen vom Wachs befreie. Das scheint dich auf eine neue Idee zu bringen, denn nachdem du deine Seile wieder alle ordnungsgemäß zusammengelegt hast, verlässt du erneut den Raum. Als du wiederkommst,
kippst du den Inhalt eines kleinen schwarzen Beutels auf dem Tisch aus. Herausfallen neben einigen zu offenen Ringen geformten Metallspitzen auch zwei kleine Vakuumsauger. Die lässt du jedoch erst einmal liegen und setzt dir dafür die Metallspitzen auf deine Fingerkuppen, um sie testweise erst leicht, dann etwas stärker durch mein Dekolleté zu ziehen. Ich atme scharf ein.
Dass du die Metallspitzen schnell wieder beiseite legst, zeigt mir, dass du den Beutel nicht ihretwegen geholt hast. Du greifst nach einem der Vakuumsauger und wendest dich mit einem Grinsen an mich.

„Mal schauen, wie das bei dir ist… als ich die das letzte Mal benutzt habe, hat das irgendwie nicht so richtig funktioniert und ich will das mal ausprobieren.“
Du setzt den Sauger mit ruhigen Händen an meinem sowieso schon empfindlichen linken Nippel an und ich halte gleichzeitig die Luft an. Dann beginnst du zu drehen. Ein Druck baut sich auf, der sehr schnell einem beißenden, ziehenden Schmerz weicht und mich – erst noch mehr vor
Überraschung – aufstöhnen lässt. Du wartest kurz, dann machst du weiter und ich greife ohne es zu realisieren nach deinem Arm, klammere mich an ihm fest, während du immer weiter drehst und sich der Schmerz bei jeder Drehung weiter ausdehnt, intensiver wird. Ich atme gepresst, stöhne, während ich schwerfällig blinzelnd zwischen deinen Augen und meiner Brust hin und herblicke.
Gerade als ich nicht mehr weiß, ob ich noch weiter kann, meine Finger kraftvoll in deinen Arm gekrallt, hörst du auf und löst den Unterdruck. Ich atme schwer und lasse erst nach einigen Sekunden deinen Arm frei, erneut mit einem Grinsen auf meinem Gesicht, das du erwiderst.

Jede deiner kleinen fiesen Handlungen lässt mich danach nur noch umso höher fliegen. Und als du jetzt von mir ablässt, spüre ich in mir das Verlangen nach mehr brodeln. Ich will nicht länger warten, bis du auf mich zukommst, ich will jetzt mehr von dir. Ich lasse dich also deinen Beutel zu Ende wieder verpacken, bevor ich mich mit einem schelmischen Grinsen rittlings auf deinem Schoß niederlasse. Scheinbar hast du auch irgendwie ein bisschen darauf gewartet, dass ich mir nehme, was ich haben will, denn in den nächsten Minuten beginnt das Spiel so richtig intensiv zu werden.

Während ich mich zu einem leidenschaftlichen Kuss zu dir herunter beuge, beginnst du, meine super sensitiven Nippel erneut zwischen deinen Fingern zu zwirbeln und mir damit ein Stöhnen nach dem anderen zu entlocken. Immer wieder fährst du zwischendurch mit deinen Fingern kratzend über meine Haut und verlässt manchmal mit deinen Lippen die meinen, um stattdessen an meinem Hals zu knabbern.
„Du kannst ja doch richtig küssen…“ neckst du mich jetzt mit leicht heiserer Stimme und ich grinse in den nächsten Kuss hinein. Wie von selbst beginnt meine Hüfte, sich an deiner Mitte zu reiben, wobei ich trotz des vielen Stoffs zwischen uns ganz genau spüren kann, wie hart du bist. Mittlerweile verschwimmt alles vor meinen Augen, die ich kaum noch aufhalten kann. Ich schwebe immer und immer höher, versinke regelrecht in diesem himmlischen High aus Schmerz und Lust und Hingabe.
Du saugst und beißt währenddessen immer stärker an meinem Hals und ich bin mir sicher, dass du gerade Spuren auf mir hinterlässt. Längst bin ich nur noch ein seufzendes, schwer atmendes und stöhnendes Etwas, das sich in deinen Armen hin und her windet. Meine Gedanken sind so leicht und frei wie noch nie, ich bin im Hier und Jetzt mit jeder Faser meines Körpers. Alles, was ich gerade will, ist hier zu sein mit dir. Und du schenkst es mir.

Schließlich vernehme ich deine leise Stimme neben meinem Ohr.
„Ich habe eine Aufgabe für dich.“ Ich kann mich nur schwer auf deine Worte konzentrieren.
„Ich möchte, dass du mich anschaust, lass‘ deine Augen offen.“
Ich zwinge mich mit aller Kraft dazu, meine Augen zu öffnen und dich anzuschauen. Deine Augen leuchten im flackernden Kerzenlicht. Ich lasse meine Stirn gegen deine sinken, fokussiere vergeblich deine Augen und schaffe es tatsächlich mit aller Kraft, dich ununterbrochen anzuschauen, während unsere Hüften aneinander reiben und du deine Tortur an meinen Nippeln mit noch etwas mehr Enthusiasmus als zuvor fortsetzt. Alles, was ich jetzt noch wahrnehme, bist du. Zeit und Raum sind endgültig meiner Wahrnehmung entschwunden.
„Sehr gut gemacht“, lobst du mich schließlich nach einer Zeit, die mir vorkam wie eine Ewigkeit und bloß ein paar Sekunden zugleich. Ich lächele beseelt.
Und dann wirst du irgendwann langsamer und ziehst mich schließlich in eine feste Umarmung, die ich dankbar entgegen nehme. So verharren wir einige Minuten lang, ich noch immer schwer atmend, während du mit angenehm festen Zügen über meinen Rücken streichst und ich meinen Kopf bei dir anlehne, mich an dir festhalte. Ganz langsam geleitest du mich so wieder ein Stück Richtung Erdboden.

Wenig später löse ich mich ein Stück von dir und deute auf meinen Hals.
„Hast du eigentlich Spuren auf mir hinterlasse…?“ Du folgst meinen Fingern mit deinen Augen.
„Nee, ich glaube nicht. Aber wenn du das gerne hättest…“ Du ziehst mich bestimmend zu dir heran und saugst erst an meinem Hals, wobei ein vertrautes Gefühl in mir zurückbleibt. Doch dann beugst du dich herunter und beißt plötzlich in meine Brust. Sofort atme ich heftig gegen den Schmerz an, während du erst meine Reaktionen abwartest und dann leise lachst, meine Haut weiterhin zwischen deinen Zähnen eingeklemmt. Ich klammere mich erneut an dir fest und als du irgendwann endlich wieder los lässt, ziert meine Brust bereits ein dunkler großer Fleck, den ich fasziniert betrachte.
„Aua“, witzele ich halb ernst und wir lachen gemeinsam.

Irgendwann setzte ich mich schließlich wieder auf meinen eigenen Stuhl, wo ich den restlichen Abend immer noch total beglückt und breit grinsend verbringe. Als wir schließlich zusammenräumen, richtest du noch einmal das Wort an mich. „Dein Halsband darfst du übrigens anbehalten…“ Ich nicke lächelnd und ein wohlig warmer Schauer läuft mir über den Rücken.

An diesem Abend äußerst du auch einen Wunsch an mich. Einen Wunsch, von dem du zu dem Zeitpunkt noch nicht weißt, dass ich ihn dir später einfach wortlos erfüllen werde. Weil ich öfter Ja sagen will, weil ich dir vertraue… und, weil ich dir gehöre.

Falls du bis hier hin gekommen bist – vielen Dank für’s Lesen! Das hier ist mein aller erster Spielbericht und ich hoffe, er hat dir gefallen. Wenn du mir noch etwas mitteilen magst, freue ich mich sehr über einen Kommentar.
Ich möchte an dieser Stelle auch noch mal darauf hinweisen, dass die Kombination von BDSM und Alkohol (bzw. Drogen allgemein) sehr gefährlich werden kann und nicht unterschätzt werden sollte. Gerade wenn man sich – so wie wir zu diesem Zeitpunkt – noch nicht so genau kennt und dementsprechend auch noch nicht so gut gegenseitig einschätzen kann, sollte man auf Drogenkonsum beim Spielen lieber verzichten. Seid also verantwortungsbewusster als wir. 😉

Bis dahin, Churly.

Autor: Churly

... ist Subbie und Seileliebhaberin. Noch recht neu im Schreiben und BDSM.

2 Gedanken zu „Irgendwie doch ein Spielbericht“

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