Der Spaziergang

Von Herr Shibari

Wir sind in den Park gegangen, es ist eine laue Sommernacht. Der Wind zieht leicht durch die Bäume und Büsche, die so dicht beieinander wachsen, dass sich viele uneinsehbare Ecken ergeben. Der Geruch von frisch gemähtem Gras liegt in der Luft. Wir gehen entspannt ein paar Meter, ich bin etwas nervös, da es auch für mich das erste Mal ist, dass ich dich so offen führe. Die Leine wäre für jeden, der uns entgegenkommen könnte, deutlich sichtbar. Sie ist zweilagig aus festem Leder gefertigt und etwa drei Zentimeter breit. Ich habe sie selbst gefertigt und darauf geachtet, dass sie sich für mehr eignet, als dich einfach nur zu führen. Sie ist so lang, dass man dir beim Gehen mühelos den Hintern versohlen könnte. Ein paar flache Nieten, die ich gegen Ende eingesetzt habe, sorgen bei Bedarf für den nötigen Nachdruck. Ich halte sie in meiner Linken, während du neben mir gehst. Sie führt direkt zu deinem Halsband, das du dieses mal sichtbar trägst und nicht wie sonst, wenn wir in der Öffentlichkeit unterwegs sind, hinter einem Schal verbirgst. Die Leinenlänge, die ich dir lasse, erlaubt es dir nicht, dich weiter als einen halben Meter von mir zu entfernen. So gehen wir einige Schritte, bis wir an einer Bank stehen bleiben.

Ich kenne diesen Park wie meine Westentasche. Er ist nicht besonders groß, bietet aber genügend Ecken an denen wir ungestört sein können. Wir setzen uns. Ich nehme mir die Zeit dich genau in Augenschein zu nehmen. Du trägst ein enges, schlichtes, schwarzes T-Shirt, dass deinem Oberkörper schmeichelt und auch ohne Ausschnitt erahnen lässt, wie wunderschön du darunter aussehen musst. Dazu ein Rock, der dir nicht mal bis zu den Knien reicht und eine großzügige Sicht auf deine Overknees zulässt, die knapp unter deinem Rock enden. Du bist einfach ein verführerischer Anblick und jeder der dich so sieht, könnte nicht umhin dir einen Blick hinterher zu werfen, um deine Beine und deinen Po noch einmal betrachten zu können. Wie du so neben mir sitzt und deinen Rock noch einmal glatt streichst beschließe ich, dass ich mir einen Kuss von dir nehmen möchte. Ich packe die Leine fester und ziehe dich näher an mich heran. Du bietest mir nicht die geringste Gegenwehr und empfängst meine Lippen mit den deinen. Mit der anderen Hand berühre ich sanft deine Wange und lasse meine Zunge durch deinen geöffneten Mund gleiten. Ein wohliger Schauer überkommt mich, während unsere Zungen miteinander spielen. Die Hand, die bisher nur deine Wange liebkost hat, fährt nun weiter herunter bis zu deinem Hals. Ich packe etwas kräftiger zu und bekomme sofort eine Reaktion von dir. Dein Kuss wird wilder, zügelloser und fordernder. Du bist bereit für den nächsten Schritt in unserer kleinen Session.

Ich löse mich von der zärtlichen Umarmung unserer Zungen und sehe dir dabei in die Augen, als diese sich öffnen und mich fragend anblicken. Mein Griff um die Leine wird wieder fester und ich ziehe deinen Kopf mit Hilfe eben dieser ein Stück nach hinten. Du wirkst einen kurzen Moment irritiert, bis du begreifst, was mein nächster Schritt sein wird. Ein wissendes Lächeln umspielt deine Lippen und du lässt jeden Widerstand fallen, als ich die Leine hinter die Rückenlehne der Bank führe, auf der wir sitzen. Das Halsband dreht sich nach hinten während ich das Leder mehrfach um die Lehne schlinge. Die Leine sitzt straff und lässt deinem Kopf keinen Spielraum für weitere Bewegungen. Ich benutze den Rest der Leine, um dein linkes Handgelenk hinter deinem Rücken ebenfalls an der Lehne zu fixieren. Deine rechte Hand habe ich nicht vergessen. Die Leine reicht jetzt zwar nicht mehr aus, um dich auch mit dieser noch festzubinden, aber ich habe extra zwei Meter Seil für diesen Zweck dabei, die mehr als ausreichend sind. Die Schlaufe um dein Handgelenk ist schnell gemacht und nun besteht für dich keine Möglichkeit mehr, dich aus eigener Kraft zu befreien. Ich setze mich wieder neben dich und lege meinen Arm um deine Schulter. Für jeden, der hier zufällig vorbeikommen sollte, wirken wir nun wie ein normales Pärchen, das sich einen Augenblick Zeit genommen hat, um die Nacht zu genießen. Was wirklich vor sich geht entzieht sich jedoch jedem, der keinen genaueren Blick auf die Situation wirft. Ich streichle deinen Nacken und höre dabei deinen ruhigen Atem. Mittlerweile ist es so dunkel, dass ich nur noch die Silhouette deines Gesichts wahrnehme. Der Abend ist still um uns. Dieser Augenblick gehört ganz dir und mir. Wir sind gemeinsam fernab der Realität, der Park wird zu unserem Spielplatz und ich genieße diesen Moment.

Du bist etwas nervös, obwohl niemand zu sehen ist. Ich schicke meine Finger auf eine kleine Erkundungstour und lasse sie forsch unter deinen Rock wandern. Erfreut stelle ich fest, dass du kein Höschen trägst, genauso wie ich es von dir gefordert habe. Du hast keine Möglichkeit dich zu wehren, während ich ganz sanft über deine Klitoris streife. Meine Finger werden immer bestimmter als sie beginnen, langsam deine Vulvalippen zu umspielen. Du rutscht mit deinem Hintern ein Stück vor und spürst dabei den Zug des Halsbandes. Ich schiebe den Rock über deine Knie. Es wird Zeit, die Spannung etwas zu erhöhen. Ich greife in meine Hosentasche und hole ein schmales langes Tuch hervor, mit dem ich dir die Augen verbinde. Jetzt wo du nichts mehr sehen kannst, spürst du meine Finger, die auf deinen Innenschenkeln liegen, noch deutlich intensiver, und auch der Wind, der über deine Arme gleitet und eine leichte Gänsehaut hinterlässt, scheint stärker geworden zu sein. Du nimmst den Augenblick nun viel deutlicher wahr als noch vor ein paar Minuten. 

Ich drücke deine Beine ein Stück weiter auseinander und knie mich vor dich. Ich beginne deine Schenkel-Innenseiten zu küssen. Niemand ist da, nur dein leichtes Stöhnen verrät unsere Anwesenheit an diesem verlassenen Ort. Ich beginne mit meiner Zunge deine Beine hoch zu wandern, den Wechsel zwischen ihnen kündige ich für dich jedes Mal mit meinen Zähnen an und führe meinen Weg so weiter fort, während ich deine Beine abwechselnd liebkose und du versuchst deine eigenen Geräusche so gut wie möglich zu unterdrücken, was dir aber immer schwerer fällt, je weiter ich meine Zunge führe. 

Als ich deine Lippen erreiche, bist du bereits so feucht, das der Teil des Rocks, auf dem du sitzt, vollkommen nass ist. Du versuchst es mir leichter zu machen, indem du mit deinem Becken weiter nach vorne rutscht – zumindest so weit, wie es dir das Halsband erlaubt. Ich höre wie du das Limit erreichst, weil ich ein leichtes Röcheln wahrnehme, das aber schnell wieder verschwindet, als du den Kopf in den Nacken legst. Du könntest mir auf keine andere Art schöner zeigen, wie sehr du meine Berührung in diesem Moment willst. Ich beginne damit, deine Klitoris zu küssen und lasse meine Zunge im Anschluss auf ihr rauf und runter wandern, während mein Mund sich mit deiner Lust füllt. Du beginnst zu zittern und dich im Sitzen auf deine Zehenspitzen zu stellen, als meine Finger deine Vulva massieren. Mein Mund löst sich von deinem Unterleib, gefolgt von einem frustrierten Seufzen deinerseits. Ich richte mich auf, ohne dabei die Aufmerksamkeit für deine Vulva sinken zu lassen. Mein Mittel- und Zeigefinger gleitet in dich hinein und sie beginnen erneut mit einer sanften Massage, während dein Atem schneller wird. Ich setze mich wieder neben dich. Du flüsterst ein kaum hörbares “Ouh, fuuuuck”, als ich beginne an deinem rechten Ohrläppchen zu knabbern. Ich küsse dein Ohr, wobei mein heißer Atem dir eine Gänsehaut schenkt. Du neigst deinen Kopf etwas mehr zu Seite und legst damit noch mehr von deinem Hals frei, was ich sofort mit einem Biss belohne. Dein Stöhnen hallt leise durch die Bäume und Büsche um uns herum.

Ich lege meinen freien Arm um dich, während die Finger meiner rechten Hand immer noch mit deinem Unterleib spielen. Mit dem Mittel- und Zeigefinger übe ich abwechselnd mal mehr, mal weniger Druck aus, während mein Daumen deinen Kitzler massiert und meine Hand sich dabei rhythmisch vor und zurück bewegt. Mein linker Unterarm presst sich nun stärker gegen deine Kehle, sodass dir mit der Zeit das Atmen immer schwerer fällt. Meine Finger schieben sich währenddessen immer tiefer in dich hinein. Dein Becken gleicht sich der Bewegung meiner Hand an und schiebt diese immer weiter zwischen deine Lippen. Du schaust mit deinen verbundenen Augen nach oben ins Dunkel, während dein Mund ein stilles Stöhnen formt, du beginnst zu schlucken und um Luft zu ringen, als du in meiner festen Umarmung kommst. Ich fühle, dass ich mein Ziel erreicht habe, als dein Körper sich merklich versteift und dir etwas Speichel an den Lippen herab läuft. Du entspannst dich wieder und ich lockere meinen Arm um deinen Hals. Du sackst auf der Bank etwas in dich zusammen, ein Lächeln auf deinem Gesicht. Ich schaue dich an, deine Wangen sind rot, es wirkt als würdest du glühen. Ich nehme dir die Binde ab. Es ist mittlerweile so dunkel, dass sich deine Augen an nichts gewöhnen müssen, du schaust in die Ferne, auf einen Punkt, den ich nicht erfassen kann. Ich ziehe meine nassen Finger zwischen deinen Vulvalippen heraus. Dein Saft tropft von der Bank auf den Boden, deine Schenkel sind feucht vom Schweiß und deiner Lust.

Du atmest ruhig und löst deinen Blick aus der Umgebung und siehst mich an. Ich gebe dir einen Kuss und wir sehen einander in die Augen. Dein Flüstern ist kaum zu hören. Es sind Worte, die nur für mich bestimmt sind: “Danke, mein Herr.” Auch ich kann mir ein Lächeln nicht verkneifen. Ich bin stolz auf dich, wie gut du diese Situation gemeistert hast, aber um dir das zu sagen, ist später auch noch Zeit. Ich küsse dich erneut und antworte: “Immer wieder gerne.” Das Seil und die Leine sind schnell gelöst. Ich packe das Seil und auch die Augenbinde wieder ein. Gerade als ich die Leine von deinem Halsband lösen möchte, legst du deine Hand auf meine. “Bitte… Führt mich noch nach Hause.”