Der Countdown

Von perleverde

Sie hatte sich auf einen ganz gemütlichen Sonntagnachmittag eingestellt. Sie hatte eine sehr stressige Woche hinter sich, da sie auf eine mehrtägige Dienstreise gefahren war. Daher hatte sie es sich mit einer Decke und Tee auf dem Sofa gemütlich gemacht und gerade angefangen, eine Folge ihrer Lieblingsserie anzuschauen. Sie hörte ihn noch in der Küche herumräumen und freute sich schon darauf, dass er gleich zu ihr kommen würde und sie vielleicht sogar noch ein bisschen kuscheln könnten.

Gerade als sie langsam anfing, einzudösen, hörte sie seine Stimme. “Drück auf Pause.” Sie kannte diesen Tonfall, er duldete keinen Widerspruch. Sie öffnete ihre Augen und sah, dass er im Türrahmen stand. Und sie sah noch etwas: In seiner Hand hielt er das Halsband. Schlagartig spürte sie, wie die Müdigkeit verschwand, und sie richtete sich schnell auf und pausierte die Serie. “Gut so, meine Kleine. Komm her und zieh dich aus. Du hattest eine harte Woche und ich möchte dich dafür entschädigen.”

Sie stand hastig auf, zog sich komplett aus und trat auf ihn zu, sodass er ihr das Halsband anlegen konnte. Während er es um ihren Hals legte, fügte er hinzu: “Allerdings musst du dich auch ein bisschen für die Belohnung anstrengen.” Seine Hand ruhte noch ein paar Augenblicke um ihren Hals, während er die Bedingungen für ihr kleines Spiel nannte. “Es gibt nur wenige Regeln. Wenn du sie befolgst, darfst du kommen, und es wird ein sehr heftiger Orgasmus sein, das verspreche ich dir. Wann – und ob – du ihn bekommst, liegt allerdings in deiner Hand.”

Sie konnte fast spüren, wie seine Lippen sich zu einem süffisanten Lächeln verzogen, und ahnte nichts Gutes. Sein Zeigefinger wanderte währenddessen langsam hinunter zu ihrer rechten Brust und umkreiste den Nippel, der sich prompt aufstellte. “Du wirst es dir mit dem Wand besorgen und ich stelle einen Timer auf zehn Minuten. Vorher darfst du nicht kommen. Wenn du merkst, dass du kurz davor bist, hörst du auf und nimmst den Wand weg. Allerdings stoppe ich dann auch den Timer. Du darfst erst kommen, wenn die Zeit abgelaufen ist. Hast du das verstanden?”

Sie spürte, wie ihre Beine plötzlich weich wurden, und war froh, dass er sie nun schon am Ring an ihrem Halsband zum Bett führte. Ein solches Spiel hatten sie noch nie gespielt, und sie war sehr nervös, aber auch voller Vorfreude. Der Wand war immerhin ihr liebstes Spielzeug – und wie schwer konnten zehn Minuten schon sein? Er drückte sie sanft aufs Bett, gab ihr den Wand in die Hand und setzte sich auf die Bettkante. Sie fühlte sich seltsam entblößt, da er Hemd und Hose trug und sie so komplett nackt vor ihm lag. Er schien sich dieser Tatsache ebenfalls bewusst zu sein, denn er musterte sie genüsslich von oben bis unten. “Ich stelle ihn extra niedrig ein, damit es nicht zu schwer für dich wird. Denk dran, sobald du dich damit nicht mehr berührst, stoppe ich den Timer. Deine Zeit läuft ab… jetzt!”

Sie setzte den Wand an die Klitoris an und spürte sofort die vertrauten Vibrationen, die sich in ihrem ganzen Körper ausbreiteten. Nach einigen Sekunden entspannte sie sich, schloss die Augen und genoss das Gefühl. Als ihre Erregung langsam stieg, spürte sie, wie sich seine Hand ganz leicht auf ihren Oberschenkel legte und er mit seinen Fingern sanft darüber strich. In Kombination mit den Vibrationen spürte sie diese zarte Berührung wie kleine Blitze, die das Bein hinauf bis zur Körpermitte schossen. Sie konnte ein leises Stöhnen nicht zurückhalten und ihr Herr reagierte sofort. Er setzte seine Fingernägel auf der Innenseite des Oberschenkels auf und zog sie nach oben. Schlagartig merkte sie, dass sie einen Orgasmus nicht mehr lang zurückhalten konnte, und zog den Wand weg. “Aber aber, meine Kleine. Schwächelst du etwa schon? Es sind gerade einmal viereinhalb Minuten um, du hast also noch nicht einmal die Hälfte geschafft. Du willst mich doch stolz machen, oder?”

Sie war bereits kaum mehr in der Lage, einen vernünftigen Gedanken zu fassen, aber sie wollte ihren Herrn unbedingt stolz machen. Es war für sie eines der schönsten Gefühle überhaupt, zu wissen, dass er mit ihr und ihrer Leistung zufrieden war. Um das zu erreichen, gab sie in Sessions immer ihr Bestes, auch ohne Strafandrohung oder andere Maßnahmen. Daher presste sie mit einiger Mühe atemlos ein: “Ja, natürlich, mein Herr”, heraus, was er mit einem kleinen Klaps auf ihre Oberschenkelinnenseite und einem knappen: “Gut”, quittierte.

Nach etwa einer Minute hatte sie sich wieder soweit gefangen, dass sie den Wand erneut ansetzen konnte, allerdings war sie nach kurzer Zeit schon wieder so erregt, dass sie immer wieder und in immer kürzeren Abständen stoppen musste. Dass er sie beobachtete und mittlerweile mit seinen Fingernägeln über ihren unteren Bauch strich und zwischendurch immer wieder leise Kommentare wie: “Es ist wirklich leicht, dich rumzukriegen. Du bist ja wirklich richtig ausgehungert, du kleines, sexgeiles Stück”, murmelte. Bei jedem Versuch merkte sie, wie es ihr schwerer fiel, den Wand abzusetzen. Der Wunsch, zu kommen, wurde langsam übermächtig.

Als ihr Herr ankündigte, dass nun die letzten neunzig Sekunden beginnen würden, konnte sie ein leises Wimmern nicht zurückhalten. Klare Gedanken waren schon lang nicht mehr möglich und sie konnte nur mit viel Mühe noch ein gequältes und von lautem Stöhnen unterbrochenes: “Bitte… Darf ich kommen, endlich, bitte?” “Nein”, sagte er unerbittlich. “Du kennst die Regeln.” Ihr Stöhnen war mittlerweile fast zu einem Schluchzen geworden und mit letzter Kraft nahm sie den Wand weg, während sich ihr Unterleib verzweifelt aufbäumte und nach mehr verlangte. Ihr Atem ging so schnell, als hätte sie gerade einen Marathon hinter sich und ihr ganzer Körper schrie danach, endlich kommen zu dürfen.

Gerade als sie sich etwas gefangen hatte und ihre Augen öffnete und sich ihr Blick mit dem ihres Herrn kreuzte, legte dieser seinen Daumen auf ihre extrem gereizte und pulsierende Klitoris. Als er begann, ganz sanft darüber zu streicheln, zog sie scharf die Luft ein und drückte sich, fast ohne ihr Zutun, dagegen. Sie wollte, mehr, aber er lachte nur leise und zog seine Hand zurück. “Los, bring es zu Ende. Ich weiß, dass du es kannst.”

Ja, sie konnte es. Und sie wollte es unbedingt. Sie wollte, dass er mit ihr zufrieden ist. Dass er stolz auf sie ist. Und dass er glücklich ist. Das waren die einzigen Gedanken, an denen sie sich in diesen Momenten noch festhalten konnte. “Noch dreißig Sekunden. Du hast es fast geschafft, meine Kleine.”

Sie hatte das Gefühl, zu explodieren. Sie war fürchterlich wund und jede einzelne Zelle schrie danach, endlich kommen zu dürfen. Ihre Beine zitterten unkontrolliert, sie stöhnte laut auf und ihr Unterkörper drückte mit ganzer Kraft nach oben. “Zehn … Neun …” Ihr Gehirn war komplett ausgeschaltet. Sie konzentrierte sich nur noch auf seine Stimme und folgte seinem Countdown. Ihre gesamte Kraft konzentrierte sich darauf, sich vom Kommen abzuhalten und mit jeder Sekunde wurde das Gefühl stärker, einfach in der Mitte durchzureißen.

“… drei … zwei … eins … Komm für mich. Jetzt!”

Und sie ließ los. Es schien, als würde ihr kompletter Körper in tausend Einzelteile zerspringen, der Wand fiel ihr aus der Hand, da sie ihn einfach nicht mehr halten konnte. Sie schrie laut auf, während Welle um Welle über sie rollte und sie von mehreren Orgasmen durchgeschüttelt wurde, die nahtlos ineinander übergingen. Erst nachdem alle Kraft aus ihr gewichen war, kam sie langsam zur Ruhe.

“Du hast es geschafft, meine Kleine. Ich bin sehr stolz auf dich”, sagte er sanft. Er legte vorsichtig seine Hände auf ihren Unterleib, der extrem heiß und geschwollen war und stark pulsierte. Die Berührung fühlte sich angenehm kühl an, allerdings war sie so überreizt, dass sie den Kontakt kaum aushalten konnte. Behutsam legte er sich hinter sie und zog er sie an sich, sodass sie nun in Löffelchenstellung lagen. Er gab ihr einen Kuss auf den Hinterkopf und hielt sie einfach fest, bis sie langsam in einen sehr tiefen Schlaf hinüberglitt.